Schwindel

Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sind sehr verbreitete Gesundheitsstörungen. Ca. 38% der Bundesbürger leiden zeitweise unter Schwindel. Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer. Jeder zehnte Patient in deutschen Arztpraxen klagt unter dem Symptom Schwindel. Schwindel kann nicht als Krankheit bezeichnet werden, sondern es ist ein Symptom. Die Lebensqualität ist teilweise erheblich eingeschränkt.

Die Befragung der Patienten ist für die Beurteilung des Schwindels von erheblicher Bedeutung. Aufgrund der vielfältigen Ursachen ist dies nicht immer einfach. Es gibt zentrale und periphere Ursachen des Schwindels, wobei die peripheren Ursachen deutlich häufiger vorkommen. Periphere Ursache ist z.B der peripher vestibuläre Schwindel mit Störungen im Bereich des Innenohres und des 8. Hirnnerven. Bei dieser Schwindelursache stehen die Ohrsymptome im Vordergrund. Dazu zählen z.B Hörsturz, Morbus Meniere und Labyrintherkrankungen. Dagegen ist beim zentralen Schwindel die Störung im Hirnstamm oder Kleinhirn zu suchen.

Eine Medikamentöse Therapie kann die Schwindelsymptomatik verbessern. Ob und wann eine Therapie mit Medikamenten notwendig ist entscheidet Ihr Arzt. Auch physikalische Therapie spielt in der Schwindeltherapie eine Rolle. Körperliche Aktivität wirkt sich sehr positiv auf Schwindel aus, so dass man individuelle Aktivitätsprogramme (Trainingsprogramme) ausarbeiten kann.

Grundsätzlich kann nicht jeder Patient mit Schwindelsymptomen gleich behandelt werden.