Venenbehandlung

Venenerkrankungen

Die Venenerkrankungen, hauptsächlich die so genannte Venenschwäche, ist eine sehr verbreitete Krankheit, die sowohl bei Frauen als auch bei Männern in den letzten Jahrzehnten sehr viel zugenommen hat. Das liegt zumeist an der veränderten Lebensweise (wenig gehen, viel sitzen oder stehen) und Veranlagung.

Unterschieden werden im Wesentlichen fünf Varizenarten, die zwar in einigen Fällen allein für sich auftreten, meist liegen aber Kombination verschiedener Formen vor:

  • Stammvarikosis der Vena saphena magna (komplett/inkomplett)
  • Stammvarikose der Vena saphena parva (komplett/inkomplett)
  • Seitenastvarikose
  • Perforantenvarikose
  • Retikuläre Varikose, Besenreiser

Die Folge einer chronischen Venenschwäche wird als „chronisch-venöse Insuffizienz“ bezeichnet. Diese wird insbesondere nach langjährig bestehender Varikose oder nach einer tiefen Beinvenenthrombose beobachtet. Ein typisches Zeichen ist das offene Beingeschwür (Ulcus cruris).

Die klinische Untersuchung sowie Diagnostik mittels digitaler Lichtreflex-Rheographie (LRR) und Doppler-Ultraschalluntersuchung wird in unserer Praxis durchgeführt.

Mit der digitalen Lichtreflex-Rheographie (LRR) kann

  • durch Messung der venösen Auffüllzeit zwischen einem Venengesunden und einem Patienten mit chronisch-venöser Insuffizienz unterschieden werden
  • durch Messung der venösen Pumpleistung beurteilt werden, ob eine Varikose behandlungsbedürftig wird.

Mit der Doppler-Sonographie kann beurteilt werden:

  • Welche Form der Varikose liegt vor?
  • Liegt eine Stammvarikose vor?
  • Wie hoch ist der Schweregrad der Stammvarikose?
  • Gibt es insuffiziente Perforansvenen, und wo liegen sie?

Sollte eine weitergehende Diagnostik mittels Duplex-Sonographie oder ggf. auch mittels Phlebographie erforderlich sein, z.B. bei Vorliegen einer tiefen Beinvenenthrombose oder zur präoperativen Beurteilung des tiefen Leitvenensystems, dann erfolgt eine Vorstellung bei den Kollegen der Gefäßchirurgie/Angiologie.

In unserer Praxis werden neben Beratung über Vorbeugung, Verordnung von Kompressionsstrümpfen und Anlegen spezieller Verbände bei krankhaften Venen auch Sklerosierungsbehandlungen durchgeführt.

Konservative Verfahren werden in unserer Praxis eingesetzt bei:

  • Besenreisern, retikulären Venen und kleinsten Krampfadern zur kosmetischen Behandlung mit Sklerosierung
  • Stauungsekzemen bei chronisch-venöser Insuffizienz
  • "offenen Beine" (Ulcus cruris)

Besenreiser

Die kosmetisch wohl am meisten störenden Venenerkrankungen sind die bereits in der Pubertät auftretenden Besenreiser der Haut. Hier handelt es sich um aufgestaute Hautvenen, die meist durch eine oberflächliche Perforansvene oder eine undichte Venenklappe am oberflächlichen Venensystem verursacht wird und bisweilen erhebliche Ausmaße annehmen kann. Die Besenreiser können also sowohl ein Zeichen für eine zugrunde liegende Venenschwäche als auch eine rein kosmetische Störung sein. Hier ist eine individuelle Therapie nach Ihren Wünschen planbar.

Prinzip der Verödung

Ein Verödungsmittel wird in die Vene mittels einer dünnen Nadel eingespritzt und die Vene wird durch diesen Prozess in den nachfolgenden Wochen verschlossen (verödet). Die Behandlung ist leicht schmerzhaft, Sie können sofort nach dem Eingriff gehen, laufen oder sogar Sport treiben.