Morgengymnastik

Spontan mag man an eine Person denken, die bei weit geöffnetem Fenster womöglich im Unterhemd klassische Turnübungen zum Beispiel Kniebeugen ausführt. Sicherlich kann dies eine Variante sein, mit dem Ziel morgens die Säfte in Schwung zu bringen, nahe kommt. Wie sicherlich auch jede andere Form des Trainings. Beliebt sind auch die „5 Tibeter“ Übungen, die in bestimmter Reihenfolge und als Anfänger in steigender Anzahl ausgeführt werden und so den Fluss der Lebensenergie harmonisieren sollen. Im Fernen Osten wird seit Jahrhunderten Tai Chi praktiziert, das ist eine Art Schattenboxen. In vielen öffentlichen Anlagen finden sich oft in aller Herrgottsfrühe die Sportler ein und führen still und konzentriert ihre Übungen aus.
Wieder andere schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und treten ihren Weg zu Arbeit per Pedes oder mit dem Fahrrad an. Ob beabsichtigt oder nicht, einige legen einen Spurt hin, um noch das öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen. Es soll auch Zeitgenossen geben, welche sexuelle Aktivitäten am Anfang des Tages Früh als „Morgengymnastik“ bezeichnen. Das Training am Morgen kann auch ideal durch Körperpflege ergänzt werden. Beliebt sind (trockene) Bürstenmassagen, Duschen und anschließendes Auftragen von Bodylotion und Cremes. Nicht zuletzt bringt so mancher am frühen Morgen, erholt vom Schlaf, die Energie für Schweißtreibendes viel leichter und bereitwilliger auf als zu einer anderen Tageszeit. Viele schätzen auch die klärende Wirkung des morgendlichen Trainings und fühlen sich so auch mental fitter. Egal wie, wer sich einmal der Morgengymnastik verschrieben hat, wird die Übungen nicht mehr missen wollen und einem Ritual gleich in den Tagesplan einbauen.